Wir verlassen Melbourne
Heute morgen war es dann soweit, wir packten unsere Sachen, soweit irgend möglich und verstauten alles am Moped. Die Strecke aus Melbourne heraus zu finden, gestaltete sich allerdings etwas anspurchsvoller. Mein bewährtes TomTom Navi wollte die ersten 10 Minuten den Standort nicht finden, der Start im Parkhaus und die Hochhäuser waren dran wohl nicht ganz unschuldig. Und nachdem wir dann der Route Richtung Osten aus der Stadt folgten, stellte der Verfasser dieser Zeilen fest, das bei der Routenplanung auch gerne berücksichtigt werden dürfte, das eine Metropole wie Melbourne sich mit den Vororten sehr weit ausbreiten kann. Da wäre der Weg über einen Motorway aus der Stadt durchaus eine Alternative gewesen. Wie auch immer, irgendwann verließen wir den Speckgürtel von Melbourne und peilten unser heutiges Ziel, den Wilson Promontory Park an. Als wir am Nachmittag im Park ankamen, erreichte uns nach der halben Strecke innerhalb des Parks endlich der angekündigte Regen mit starken Schauern. Leichte hatten wir unterwegs schon gehabt, aber dieser dunklen Wolkendecke wollten wir dann lieber aus dem Weg gehen. Und so machten wir kurzerhand kehrt und legten einen Stop an einem der sehr schönen Aussichtspunkte ein und danach noch beim Wildtierpfad. Dort konnten wir dann tatsächlich Kängurus in freier Wildbahn beobachten, die dort in aller Seelenruhe grasten (sagt man das so?). Diese Exemplare waren eindeutig an Menschen gewöhnt, was sich durch den Parkplatz und die Touristen hier vor Ort auch einfach erklären ließ.
Da wir vor Einbruch der Dunkelheit an der gebuchten Unterkunft in Morwell ankommen wollten, mussten wir leider die Weiterfahrt antreten. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt kamen wir dort an einem Motel an, wo wir sogar noch im angeschlossenen Restaurant etwas zu Essen bekamen. Durch den erhöhten Zeitaufwand beim morgendlichen Verlassen von Melbourne war es allerdings schon dunkel, das sollte ich unbedingt vermeiden, dieser Meinung bin nicht nur ich, auch der Vermieter des Motorrades, sowie der Reiseführer raten von nächtlichen Fahrten ab, da die Tiere denen man dann begegnen könnte, zu einem unerwünschten Ablauf der Fahrt führen können.