Der weißeste Strand der Welt
Ja, angeblich soll Whiteheaven Beach den weißesten Strand der Welt aufweisen. Ich bin gespannt. Nach einer unruhigen Nacht war ich nicht richtig motiviert zum heutigen Tagesausflug nach Whitsunday Island. Da der Transferbus allerdings pünktlich vor der Tür stand, habe ich einfach das Beste gehofft und mich ein paar anderen auf dem Weg zum Hafen angeschlossen. Nach einem kurzen Checkin und der Übergabe eines dünnen Neoprenanzugs durften wir dann auch schon auf das zugewiesene Boot. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir Whiteheaven Beach und hatten zwei Stunden Zeit, um über die freigegebenen Wanderwege die Insel zu erkunden. Im Grunde besteht der eine Weg aus einem Rundgang, der entlang der drei Aussichtspunkte führt und sehr gut als Standort für Fotos dienen kann. Der andere Weg führt zum Strand an der anderen Seite der Insel, der wirklich sehenswert ist, da hier auch ein Blick auf die umgebenden Inseln möglich ist. Der Rundgang war mir etwas zu überlaufen, da gleichzeitig mit unserem Boot noch einige andere die Insel als Ziel hatten und somit zur gleichen Zeit ca. 150 Touristen auf die Insel kamen. Nicht so viel, auf den kleinen Wegen machte sich das aber direkt bemerkbar. Ich wartete also einen Moment ab, bevor ich die Aussichtspunkte ansteuerte und dann in Ruhe teilweise ganz allein die Aussicht geniessen konnte. Im Anschluß nahm ich natürlich die Möglichkeit wahr, noch an den Strand zu gehen und dort mit den Füßen etwas im Sand zu wühlen.
Zurück auf dem Boot gab es ein kleines Mittagessen, bevor nach einer Viertelstunde Fahrt das nächste Ziel erreicht war. Zum Programm gehörte außer Whithaven Beach auch noch die Möglichkeit an zwei Locations zu schnorcheln im Great Barrier Reef. Da ich noch nie geschnorchelt hatte, war ich etwas nervös und gespannt, wie das Ganze wohl so funktionieren wird. Nach einer Einweisung auf dem Boot durften wir auch schon ins Wasser und die ersten 5 Minuten nahm ich mir dann, um ausführlich Salzwasser zu probieren und nach einigen kurzen Hustenanfällen mit dem Schnorcheln zu beginnen. Und nachdem ich den Dreh erstmal raushatte, war es wirklich schön, das Leben unter Wasser, hier insbesondere die vielen bunten Fische und Fischschwärme, zu beobachten. Bei den Korallen hatte ich etwas Glück, das ich nicht nur braune oder weiße sah, sondern tatsächlich auch einige farbige. Die braunen und weißen, so wurde uns erklärt, sind eben welche, die nicht gesund oder schon abgestorben sind aufgrund der Erwärmung des Wassers und der Umweltgifte, die auch hier vorhanden sind. Ich war überrascht, wie schnell die halbe Stunde vorbei war und es weiter zur nächsten Location ging. Dort war die vorgegebene Fläche, innerhalb derer wir uns bewegen durften etwas kleiner, daher war auch ständige Aufmerksamkeit gefragt, um mit keinem anderen Schnorchler zu kollidieren. Ich entschied mich daher, schon nach 10 Minuten wieder auf das Boot zurückzukehren. Was für ein Erlebnis, um das Erstemal zu schnorcheln kann man sich vermutlich auch schlechtere Orte aussuchen. Dann war nur noch die Rückfahrt Programm, dabei schaffte es die Schiffsführerin sehr lange entlang einer Regenwand zu fahren, bevor wir diese graue Wand hinter uns lassen konnten. Angekommen im Hafen wartete schon der Transferbus, mit dem es zurück zur Unterkunft ging. Damit war ein erlebnisreicher Tag beendet.