Blue Mountains

Nachdem wir morgens nach einer halben Stunde RushHour die City von Sydney verlassen hatten, einen letzten Regenschauer für diesen Tag hinter uns gelassen und einen Stau von mehreren Kilometern Länge auch erfolgreich absolviert hatten, hatten wir endlich die Blue Mountains vor uns. Die Berge vor den Toren Sydneys sind ein beliebtes Ausflugsziel und so waren bei den Aussichtspunkten,an denen wir Halt machten, auch schon einige andere Touristen unterwegs. Also genossen wir kurz die Aussicht und fuhren dann weiter bis Lithgow, von wo aus wir uns dann Richtung Norden orientierten. Der Plan für heute sah vor, durch die Berge Richtung Norden zu fahren und dann in der Gegend vor Newcastle wieder an die Küste zu kommen. Da wir bei zwei Versuchen, von der B59 Richtung Norden abzuzweigen, auf jeweils einer Gravel Road landeten, die jeweils aufgrund der Regenfälle der letzten Tage in nicht all zu gutem Zustand waren, fuhren dann durch bis Windsor. Von dort konnten wir dann endlich die Richtungsänderung Richtung Norden vornehmen. 120 Kilometer ohne eine Abzweigung, dafür einige Anhöhen, schöne Aussichten, viele, viele Kurven und auch mal einige Kilometer schnurgeradeaus. Diese Strecke bot wirklich für jeden Geschmack etwas. Und selbst der Wettergott meinte es einigermaßen gut mit uns. Mehrmals war die Straße doch recht naß, so das eine sehr zurückhaltende Fahrweise, gerade in den Kurven angesagt war. Ein einziges Mal bekamen wir aber nur etwas Sprühregen ab, ansonsten zogen die Regenwolken und wir unterschiedlicher Wege. Am Ende der Straße war dann auch mal wieder Tanken angesagt. Daran muss ich mich hier wirklich noch gewöhnen, man sollte eine Strecke hier nicht angehen, wenn nicht mindestens für 150 Kilometer Benzin im Tank ist, besser wäre für 200 Kilometer, dann fährt es sich entspannter. Da es mittlerweile schon auf 17 Uhr zuging, suchten wir uns noch schnell eine Unterkunft über booking, die wir im 30 Kilometern entfernten Cessnock fanden.

Ohne es zu merken, waren wir im Hunter Valley gelandet, einem von Australiens grössten Weinanbaugebieten. Das bemerkten wir an den Weinstöcken rechts und links der Straße, wie auch an den Anwesen, die entlang der Straße standen. Scheinbar lässt sich mit Wein ein einigermaßen passables Einkommen erzielen. Auch in Cessnock wurde das Thema Wein ganz groß geschrieben, wie man an den verschiedenen Werbeschildern erkennen konnte. Für uns war der Abend nach einem kleinen Imbiss bei einem Indischen Restaurant dann auch bald beendet.