Der Wandertag
Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten, machten wir uns gegen halb zehn auf den Weg zu einem Rundwanderweg durch den Nationalpark. Verschiedene Routen wurden vom Gastgeber vorgeschlagen, für uns machbar erschien ein 10 Kilometer Rundkurs, der direkt bei der Unterkunft startete und auch endete. Leider verfehlten wir den empfohlenen Beginn und begannen unsere Wanderung daher am Ende. So kamen uns im Laufe der nächsten Stunden einige Personen entgegen, die den Weg in der empfohlenen Richtung abliefen. Wir waren in der Hoffnung gestartet, das uns auch das ein oder Tier aus der heimischen Tierwelt begegnen würde, meiner Mitfahrerin hatte da im Speziellen Koalas im Sinn. Was dieses Ziel betraf, kehrten wir leider unverrichteter Dinge zurück. Dafür sahen wir Pflanzen und Bäume, die es so bei uns nicht gab und schon vom Wuchs und der Größe spektakulär aussahen. Wir kamen an mehreren Wasserfällen vorbei, bei denen der Wanderweg dann des öfteren auch den jeweiligen Bachlauf durchquerte. Gut, das die Schuhe wasserdicht waren und auch rutschfest, die Sprünge von Felsen zu Felsen im Bachbett wären mit Sneakern etwas schwieriger ausgefallen. Der Weg war ansonsten von wechselnder Qualität, mal trocken und leicht zu begehen und dann wieder verschlammt und herausfordernd bei jedem Schritt. Keine Überraschung bei den Regenfällen der letzten Zeit in dieser Region. Vier Stunden später hatten wir den Rundkurs hinter uns und legten eine kleine Pause im Zimmer ein.
Als wir uns etwas erholt hatten, wollten wir noch den vom Hotel beworbenen Infinity Pool des Hauses besichtigen, den wir nach einer halben Stunde Fußweg und etlichen Höhenmetern Unterschied auch erreichten. Laut Werbung war er für alle Hotelgäste zugänglich, lag allerdings in einem Resortbereich, der auf angenehmen Wege nur für Villenbewohner erreichbar war. Villen wurden hier kleine Häuser auf Stelzen genannt, die auch gemietet werden konnten, scheinbar der exklusive Bereich der Anlage. Der Pool war dann in der Tat beeindruckend, was die Aussicht angeht, bot bei den Temperaturen um die 17 Grad aber auch keinen Anreiz, ihn auszuprobieren. So wählten wir noch den kleinen 800 Meter langen Baumwipfelpfad als Abschluß des heutigen Tages und kehrten dann in unser Zimmer zurück. Nach einer Ruhepause ging es dann wieder in die Bar zum Abendessen bei erfrischenden Kaltgetränken.