Geländewagentour auf die Sandinsel

Heute war ein motorradfreier Tag angesetzt. Der Ausflug mit dem Geländewagen auf K'gari, auch Fraser Island genannt, war einer der Höhepunkte der gesamten Tour. Die grösste Sandinsel der Welt, nur durchzogen von ein paar Sandpisten. Ich hatte für die Insel eine geführte Tour mit einem Geländeagen gewählt. Pünktlich gegen 7.30 wurde ich am Motel von Peter, dem Guide für den heutigen Tag abgeholt. Auf dem Weg zur Fähre noch die anderen vier Mitfahrer einsammeln und dann ging es auch schon auf den Weg. Nach dem Übersetzen auf die Insel korrigierte unser Guide noch schnell den Luftdruck der Reifen, damit wir auch genug Grip auf den Sandpisten haben werden. Unser erstes Ziel war die Central Station, wo wir ein kleines Frühstück zu uns nehmen konnten und dann einen kurzen Spaziergang mit Erläuterungen durch den Urwald unternahmen. Danach wieder über die Sandpisten, wobei Pisten wohlwollend formuliert ist, die Dämpfung des LandRover hatte bei einer Geschwindigkeit zwischen 10 und 40 Km/h ordentlich zu tun und wir wurden trotzdem das ein oder andere Mal gut durchgeschüttelt. Als wir den über 75 Meilen langen Sandstrand erreichten wurde die Fahrt dann deutlich zügiger und auch angenehmer. Auf dem Weg zum Eli Creek liefen uns noch ein paar Dingos über den Weg, die, wie unser Guide uns ausdrücklich erklärte, mit Vorsicht zu geniessen sind. Sehen zwar niedlich aus und kommen auch nahe an die Menschen heran, können aber von einer Sekunde auf die andere zum Raubtier werden, die sie nun einmal ja auch sind. Während der weiteren Tour legten wir noch einen Fotostop am Wrack der Maheno ein, die 1935 hier strandete und bei der 1936 entschieden wurde, das sie nicht mehr geborgen wird und hier auf dem Sandstrand liegenbleibt. Außerdem gab es noch einen Stop, bei dem nach einem kurzen Weg in den Urwald unser Guide uns einen 1200 Jahre alten Baum zeigte. Schon sehr beeindruckend vor der Kulisse des ihn umgebenden Urwaldes. Zum Abschluß hatten wir am Nachmittag dann noch 45 Minuten am Lake McKenzie zur Verfügung. Leider zog dann hier wie schon kurzzeitig am Vormittag wieder Regen auf, so das wir und andere Anwesende die Picknickarea aufsuchten, da es hier überdachte Plätze gab. Da unser Guide gerne vor Einruch der Dunkelheit auf der Fähre sein wollte, machten wir uns dann langsam über die Hauptverkehrsstraßen, also die teils nur für ein Fahrzeug ausgelegten Sandpisten, auf den Weg zur Fähre. Nun verstand ich auch, warum es in der Tourbeschreibung ausdrücklich hieß, Personen mit Rücken- oder sonstigen körperlichen Schmerzen sollten vor Buchung der Tour Rücksprache halten. Dieses auf- und ab und von rechts nach links und umgekehrt Geschüttel konnte trotz des gut gedämpften Fahrzeugs schon am Haltungsapparat Spuren hinterlassen. Ja, es war auf jeden Fall eine absolut beeindruckende Tour, diese Natur, purer Urwald, dazu dieser endlose Strand, das erlebt man nicht jeden Tag. Oder wie es unser Guide regelmäßig wiederholend formulierte, Heyhyaaa...