Die erste Tour in Australien

Wir schafften es tatsächlich, pünktlich gegen 8:30 Uhr zu unser ersten gemeinsamen Tour in Australien zu starten. Entgegen der ursprünglichen Planung, von nun an jeden Tag die geplante Route abzufahren, hatten wir uns dafür entschieden, aus der ersten Tour eine Tagestour zu machen. War vielleicht etwas leichtsinnig, wie sich später herausstellen sollte, aber man ist ja lernfähig. Ziel des heutigen Tages: die Great Ocean Road, soll ja ein wahrer Motorradfahrertraum sein. Nach einer 1 1/2 stündigen Anfahrt Richtung Südwesten konnten wir dann die Küstenstraße unter die Räder nehmen. Und die Quellen hatten nicht zuviel versprochen, es reiht sich auf dieser Strecke auf über 100 Kilometern eine Kurve an die andere, einfach herrlich. Jedenfalls was die Straße angeht. Gut, das die Strecke durch zwei Badeorte führt, die total übervölkert waren, es zwischendurch einzelne Schauer gibt, langsamfahrende Autos vor einem den Spaß gelegentlich etwas reduzieren, das kann wohl mal vorkommen. In dieser Häufung allerdings ..., vielleicht hatte das auch etwas damit zu tun, das wir ausgerechnet den Ostersamstag für diese Tour gewählt hatten. Dieses Wochenende ist auch hier vor Ort durch viele Ausflügler geprägt.

Sehen wir mal die positiven Dinge, die Strecke ist einfach traumhaft schön, führt in großen Teilen am Ocean entlang, auf den man einen großartigen Panoramablick hat, ein anderer großer Streckenabschnitt führt durch urwüchsigen Wald, auch einfach nur schöne Natur. Ziel waren die Twelve Sisters, recht weit zum Ende der Great Ocean Road, eine Gesteinformation vor der Küste. Da allerdings wie gesagt ein Feiertagswochenende war, war der Trubel dort vor Ort so groß, das weiträumig die Seitenränder der Landstraße gesperrt waren, die Parkplätze aus allen Nähten platzten und wir kurzerhand ein Stückchen weiterfuhren und dort an der nächsten Sehenswürdigkeit eine Pause einlegten. Beim Blick auf die Uhr stellten wir dann fest, das unser Popometer uns nicht täuschte. Durch die extrem kurvenreiche Strecke und den dichten Verkehr hatten wir bis hierher 6 Stunden gebraucht. Da wir heute noch wieder zurück zum Hotel nach Melbourne wollten, wählten wir für die Rückfahrt eine alternative Strecke mit kurzer Anfahrt zum Motorway, auf dem wir dann die nächsten zwei Stunden in monotoner Geraderausfahrt zubrachten und mit Anbruch der Dunkelheit am Hotel ankamen. Was für ein Kontrast, diese Hin- und Rückfahrt.

Für meine nächste Planung sollte ich zusätzlich wirklich mal berücksichtigen, ob in der Zielregion (auch) Feiertage sind, die zu einer Vervielfältigung der Besucherzahlen bei Touristenattraktionen führen können. Obwohl wir die Strecke vermutlich in jedem Fall gefahren wären, einfach um vor Ort festzustellen, das es wirklich eine der schönsten Küstenstraßen, die wir kennen, ist.