Auf dem Kings Highway zur Ostküste
Nach einem verschlafenem Morgen konnten wir gerade noch ein paar Bissen vom Frühstück ergattern, bevor es morgens weiter Richtung Ostküste ging. Die heimatliche Planung sehr geradeaus Richtung Osten zu fahren, warf ich nach einem genaueren Blick auf die Karte über den Haufen. Da dort einige kleinere Straßen auf der Route lagen, die bei genauer Betrachtung durchaus auch als Gravel Road durchgehen könnten, wählte ich die Route übder den Kings Highway. Eine in vielen Abschnitten traumhaft kurvige Straße, was wir leider so nicht wahrgenommen, bzw. sehen konnten, da man bei dem Regen nicht so weit sehen konnte und noch weniger an eine zügige Fahrt denken konnte. Die Wetterkarte hatte zwar etwas von Regen erwähnt, aber der Dauerregen, der uns ab kurz nach Verlassen von Canberra begleitete, etwas später in ergiebigen Dauerregen überging, um dann eine halbe Stunde vor Erreichen von Batesman Bay das Ganze mit Hagel zu krönen, war dann doch etwas viel. Jedenfalls waren wir nach zwei Stunden Fahrt im Dauerregen in Batesman Bay froh, einen Mc Donalds zu finden, in dem wir uns die nächste Stunde von innen und außen etwas aufwärmen konnten. Da das Wetter laut Regenradar Richtung Norden etwas besser werden sollten, wir aber gleichzeitig komplett durchnässt und durchgefroren waren, beschlossen wir das Tagesziel von Jervis Bay auf Ulladulla vorzuverlegen. Beim Verlassen des Gastronomiebetriebes mit dem goldenen M hinterliessen wir grosse Pfützen unter unseren Stühlen und eine schwimmende Sitzfläche. Auf dem weiteren Weg von einer 3/4 Stunde bis zum aktuellen Tagesziel bewies sich die Aussage der Wetterapp als zutreffend, so das wir die letzte halbe Stunde kein Nass mehr von oben bekamen und von dem zehren konnten, was in unseren Sachen vorhanden war. Beim Eintreffen am vorgebuchten Motel erwartete uns an der Rezeption das hier gängige How are You, nur auf die übliche Antwort, Fine thanks, erntete ich dieses Mal einen Blick, der mir sagte, es kann ja alles sein, aber fine auf gar keinen Fall. Beim Aushändigen des Zimmerschlüssels bekam ich noch den Wunsch mit auf den Weg, das wir uns wohl erst mal trocknen sollten. Wie wahr, es gab wirklich kein Kleidungsstück, das nicht komplett durchnässt war. Nach meiner Erfahrung werden die Klamotten wohl erst wieder in zwei bis drei Tagen vollständig trocken sein. Wir werden es merken...
Nach einer ausgiebigen warmen Dusche und dem Ausbreiten aller Sachen im Zimmer machten wir uns auf den Weg in den Ort zum besorgen einiger Kleinigkeiten, der fußläufig in 5 Minuten zu erreichen war. Da die Temperatur mittlerweile auf 20 Grad gestiegen war, war das noch ein angenehmer Ausgleich zu den vorherigen Wetterverhältnissen.