Australien, mal was anderes
Alles Neuland oder was ....?
Australien ist ein Land und wie mir erst später bewusst geworden ist auch ein gar nicht so kleiner Kontinent. Hatte ich nie auf meiner Agenda, viel zu weit weg und dann ist zum Erreichen vermutlich auch noch ein ewig langer Flug erforderlich. Um das vorweg zu nehmen, ewig lang ist er nicht, der Flug wird schon ab 22 Stunden Dauer angeboten. Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen, das ich mich mit diesem Reiseziel befasse? Schuld sind ja meistens die Kinder und in diesem Fall stimmt es ausnahmsweise sogar. Meine Lieblingstochter trug sich während ihres letzten Schuljahres mit dem Gedanken an ein anschließendes Auslandsjahr, Work and Travel wie man so schön sagt. Nachdem die Option Südamerika eines Tages vom Tisch war, wandte sich ihr Interesse Australien zu. Und aus meinem nebenbei eingeworfenen Scherz, ihr sollte schon bewusst sein, das ich sie dann besuchen kommen würde, entstand dann der Gedanke es tatsächlich zu tun. Und nachdem die zurückhaltende Haltung meiner Jüngsten gegenüber der Elternkontrolle im Auslandsjahr etwas abgeflaut war, versuchte ich mir einen Überblick über die Möglichkeiten einer Australienreise mit Motorrad zu verschaffen. Dabei stieß ich ziemlich am Anfang auf die Angebote von move-motorradreisen, die sich auf Motorradreisen in Australien, Neuseeland und anderen Ländern spezialisiert haben. Ein erstes informatives Telefonat und einige Recherche in verschiedenen Foren weiter, nahmen die ersten Gedanken zu solch einer Tour Konturen an. Da ich fast ein ganzes Jahr zur Auswahl hatte, war der Spielraum ziemlich groß, so mein Gedanke. Tja, weit gefehlt stellte ich dann fest. Nach der Lektüre von zwei guten Reiseführern und dem damit geschärften Blick für die Details wurde mir klar, Australien hat mehrere Klimazonen. Und gerade mit Motorrad spielt das Klima, beziehungsweise das Wetter ja eine nicht ganz so unwichtige Rolle. Während der Sommermonate November bis März ist es im Süden angenehm warm, dafür im Norden sehr regenreich verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Im Winter ab Juni/Juli kühlt es dann im Süden schon deutlich ab, wogegen es im Norden bei geringer Luftfeuchtigkeit und mediterranen Temperaturen gut auszuhalten ist. Was machen...?, genau ...! Auf den Mittelweg im Herbst fiel meine Wahl. Mit Chance im Süden noch warm genug und im Norden schon das Ende der Regenzeit mit angenehmen Temperaturen. Auch die Fahrtrichtung musste beachtet werden. Von Norden nach Süden würde ich den Regen der Regenzeit mitnehmen um im Süden dann in die fallenden Temperaturen zu fahren. Von Süden nach Norden sollte es besser funktionieren. Nachdem das geklärt war, musste ich mich als Flugnovize, was längere Flugreisen in das außereuropäische Ausland angeht, um die Flugbuchung kümmern. Danach konnte ich mch um die Organisation der Motorradtour und die damit verbundenen Buchungen und Beschaffung des Equipments kümmern. Also erneut in die Welt der Foren eingetaucht, dort kristallisierte sich für mich dann heraus, das es für diese Flüge maximal eine Handvoll Anbieter gibt, mit denen der Transfer einigermaßen komfortabel vonstatten gehen sollte. Ich entschied mich für Singapoore Airlines und buchte den Flug direkt online in der Hoffnung, dann beim Umsteigen möglichst reibungsfrei die jeweiligen Anschlussflüge zu bekommen. Die Zukunft wird zeigen, ob der Gedanke begründet war. Nachdem ich die Tickets für den Flug ein halbes Jahr vorher in der Hand hielt, machte ich mich an die weitere Organisation.