Es geht auf die Zielgerade

Geute musste ich mich von diesem schönen Apartment mit Blick auf den Hafen verabschieden. Da es ab jetzt stetig Richtung Cairns gehen sollte und musste, hatte ich mir als Ziel des heutigen Tages Mission Beach gesetzt. Gute 500 Kilometer und es sollte zeitlich auch noch etwas Luft bleiben für einen schönen Strandspaziergang. Soweit der Plan. Bis zur Mittagszeit funktionierte es auch ganz gut, ich machte Kilometer um Kilometer, liess leider wieder den ein oder anderen Lookout oder Beach rechts oder links liegen. Alles kann man hier einfach nicht mitnehmen, es sei denn, mann plant ein Jahr ein, dann wäre es vielleicht möglich. Um die Mittagszeit bemerkte ich, das ich zielstrebig auf eine graue Wolkenwand zusteuerte. Da für heute im Zielgebiet aber kein Regen vorhergesagt war, versuchte ich mich in Optimismus und sagte mir, das die Straße vermutlich irgendwann die Richtung ändern würde. Das half aber auch nicht, am frühen Nachmittag entschloß ich mich, die Regenjacke doch überzuziehen. Eine weise Entscheidung, wie sich nur wenige Minuten soäter herausstellte. Es fing leicht an zu regnen und hörte bis zum Zielort höchstens mal für ein paar Minuten auf, dafür wurde es genauso oft auch deutlich stärker. Naja, da musste ich nun wohl noch einmal durch. Angekommen in Mission Beach stellte ich dann wie schon in den Bewertungen der Unterkunft vermerkt, fest, das es kein Restaurant und keine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe gab. Also schnell noch einen Bogen schlagen zu Woolworths und mit einer Kleinigkeit zum Abendessen versorgen. Beim Weg aus dem Einkaufcenter zum geparkten Motorrad hatte ich das Gefühl in einem Gewächshaus unterwegs zu sein. Es waren knapp 30 Grad und dazu eine Luftfeuchtigkeit, das man schon beim Gehen die Schweißbildung bemerken konnte. Also nur noch aufs Moped rauf, die paar Minuten zur Unterkunft zurücklegen und dann ab aufs Zimmer. So viele, bzw. überhaupt solche Hinweise wie hier, hatte ich noch in keinem Zimmer gesehen. Wurde bisher woanders darauf hingewiesen, beim Verlassen des Zimmers die Klimaanlage und den Ventilator auszustellen, so wurde hier dringend darauf hingewiesen, die Klimaanlage immer laufen zu lassen, unbedingt auch mit der Dry Funktion und den Ventilator ebenso ständig laufen zu lassen, damit die Luft auch zirkulieren kann. Außerdem sollten die Balkontür, Fenster und die Eingangstür ständig geschlossen gehalten werden, damit die Luftfeuchigkeit nicht in das Zimmer kommen kann und kein Schimmel entsteht. Und falls man irgendwo Schimmel oder Feuchtigkeit an den Wänden entdecken sollte, dann sollte unbedingt eine Meldung an die Rezeption erfolgen. Ja, hier sind wirklich die Tropen, das sind andere klimatische Verhältnisse als noch einige hundert Kilometer zuvor. Während der Fahrt hatte ich auch zweimal ein Hinweisschild gesehen, auf dem darauf hingewiesen wurde, das ab diesem Punkt das Mitnehmen von Bananenpflanzen nicht erlaubt ist. Dies soll dem Schutz der regionalen Bananenindustrie dienen, da in dieser Region das Hauptanbaugebiet für Bananen in Australien ist und es soll die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten verhindern, die hier teilweise im Boden vorhanden sind. Nur mal so am Rande, ich wusste nicht, das Australien ein grosser Bananenproduzent ist.