Von Süddeutschland über die deutsche und die schweizerische Autobahn brachten wir zügig die restliche Anfahrt bis zum offiziellen Start der Tour des Grandes Alpes in Thonon les Bains hinter uns. Erwähnenswert dabei die Anfahrt aus Norden zum Genfer See und die folgende Umrundung bis an den Südrand des Sees. Dabei die Gebirgsmassive der Alpen im Hintergrund, die aktuell schon schön weiss gepudert sind seit dem letzten Wochenende. Schon sehr eindrucksvoll, die Szenerie. In Thonon les Bains ein schnelles Erinnerungsfoto am Startpunkt der Route und innerhalb von einer Viertelstunde ließen wir den Ort hinter uns und nahmen die ersten Kurven unter die Räder. Was für eine Umstellung. Eben noch Autobahn und Ortschaft an Ortschaft und auf einmal Kurve an Kurve. Nach Cluses erwartete uns dann nach dem Überfahren des Col de la Colombiere allerdings die erste Überraschung der Tour. Eine Straßensperrung kurz vor der nächsten Verbindungsstraße, da blieb uns nur umdrehen und den Pass erneut überqueren und über die viel befahrene Landstraße den Weg zum Zielort und Hotel zu finden. Merke also, wenn eine Straße, speziell Passstrasse wenig bis gar nicht befahren wird, stimmt irgend etwas nicht. Im Zweifelsfall ist sie dann gesperrt und zwingt einen, den gesamten Weg in umgekehrter Richtung nochmals zu absolvieren. Aber mal ehrlich, da gibt es Schlimmeres. Jedenfalls fanden wir dann mit etwas Verspätung unser Hotel im Wintersportort Flumet. Beim Einchecken die Frage, wo man Essen gehen könnte. Ja, gegenüber gäbe es eine Pizzeria, die geöffnet hat, alles andere hätte wohl geschlossen. Ist ja auch klar, ein Wintersportort mit unzähligen Bars, Pubs, Hotels und Restaurants und alle verrammelt und verriegelt. Im September ist hier wohl die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen noch nicht sonderlich groß. Aber wir hatten ja die Pizzeria, die dann leider genau in dieser Woche Betriebsferien hatte. Also Notlösung Google Maps Restaurants abgefragt. Das brachte dann etwas Ernüchterung, die meisten vorübergehend geschlossen, bei den vermeintlich offenen, die wir dann zu Fuß bergab und bergan abliefen hatten die ersten vier ebenfalls geschlossen. Als schließlich in einem Restaurant Licht brannte konnten wir dort auf Nachfrage warten, bis die Küche um 19 Uhr öffnete und wir das vermutlich leckerste Essen der ganzen Tour geniessen konnten. So war zum Abschluß des Abends jedenfalls unser Fazit, das vorherige Schmachten und Suchen hatte im Ergebnis ein exzellentes Essen zum Ergebnis.