Dieser Morgen empfing uns beim Blick aus dem Fenster auch wieder mit einem strahlend blauen Himmel. Nach einem kleinen Frühstück in unserem Hotel verliessen wir Menton gegen halb zehn am Morgen. Wir wählten die Route durch die Städte und Ortschaften am Mittelmeer entlang bis Nizza. So kamen wir auch durch Monaco, konnten die unterschiedlichen Möglichkeiten wahrnehmen, wie Geld möglichst plakativ in Sachgegenstände wie Häuser, Boote oder auch Luxussportwagen umgesetzt werden kann. Nicht ganz so wie bei uns zu Hause. Weiter ging es dann nach Nizza, das wir Richtung Norden durchquerten, um den Weg zur Route Napoleon einzuschlagen. Auf diesem Weg marschierte der Kleine seinerzeit mit seiner Armee nach Grenoble. Schon nach den ersten Kilometern verliessen wir diese auch schon wieder bei Le Moulin, um über Saint-Auban, Entrevaux und Saint-Julien-du-Verdon mit Befahren einiger kleiner Pässe weiter nördlich Castellane in westlicher Richtung zu durchqueren. Ziel war die Verdon Schlucht, also Gorges du Verdon. Diese durchfuhren wir, hat sie doch einen 'die muß mann mal befahren und gesehen haben Status'. Die Schlucht und auch die Ausblicke sind landschaftlich auf jeden Fall diesen Ausflug wert und auch die Straßenführung in der Schlucht lohnt jede Fahrt mit dem Motorrad. Im Vergleich zu den Schluchten, die wir einige Tage vorher befahren hatten, blieb der Wow-Effekt allerdings etwas verhalten. Eindrucksvoll ist die Schlucht und der Verdon Nationalpark auf jeden Fall. Im Verlauf der Straße über La Palud-sur-Verdon führte uns der Weg immer an der Schlucht entlang. Dabei passierten wir noch kleinere Pässe wie den Belvedere de la Carelle von dem man einen schönen Ausblick in die Verdon Schlucht hat, um nicht zu sagen es geht dort richtig tief hinunter. Scheint auch ein Eldorado für den Klettersport zu sein, waren doch einige mit der entsprechenden Ausrüstung oben auf den Felsen und auch in der Wand. Etwas später hatten wir dann einen atemberaubenden Anblick auf einen See, der weit unten im Sonnenlicht glänzte, der Lac de Sainte-Croix. Wie wir kurz darauf feststellen konnten, als wir die Höhe verlassen und auf Höhe des Sees waren, wurde hier Wassersport in vielen Variationen angeboten. Da es mittlerweile schon auf 17 Uhr zuging, mussten wir uns nun langsam um eine Unterkunft kümmern. Den Zuschlag bekam eine Unterkunft, die wie sich kurz darauf herausstellte, ein kleines Häuschen im Wald war. Urige Ausstattung der Zimmer, eine Mischung aus alt, noch älter und einer neuen Dusche. Immerhin etwas. Zum Abendessen fuhren wir noch in den nächsten Ort, Moustiers-Sainte-Marie. Zu unserer Überraschung war es ein Ort, der auch andere Touristen anzog und einige schöne Altstadtgassen vorweisen konnte. Nach einem Bummel durch den Ort fanden wir dann auch ein Restaurant wo wir genug und lecker zu Essen bekamen und konnten so gesättigt zu unserer heutigen Unterkunft zurückkehren und uns zur Ruhe begeben. Übrigens ist der Ort Moustiers-Saint-Marie laut Wikipedia eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Was uns angeht haben wir nichts gesehen, was dagegen spricht.