Nachdem wir auch heute Morgen noch verschiedene Routenmöglichkeiten durchgegangen waren, also Landstraße, Autobahn, von beiden etwas ..., entschieden wir uns dafür direkt in Grenoble auf die Autobahn zu fahren und möglichst viele Kilometer Richtung Norden zurückzulegen, bevor uns die Schlechwetterfront erwischt. Vorhersage war also Dauerregen und gefallene Temperaturen für den heutigen Tag. Es ließ sich dann doch etwas entspannter an, auf der Autobahn in Frankreich bis zur Mitte der Schweiz hatten wir nur gelegentlich etwas leichten Regen. Dafür wechselten wir dann bei einem Tankstop in der Schweiz auf etwas wärmere Sachen, da es doch merklich kühler geworden war. Mit Verlassen der Schweiz Richtung Deutschland stellte sich dann auch langsam der Dauerregen ein. Je weiter wir nördlich kamen desto intensiver wurde das Nass, das uns begleitete. Bald waren bei uns beiden nicht nur die Handschuhe, Ärmel und Brustbereich naß und durch die Temperaturen demzufolge auch ausgekühlt, bei meinem Mitfahrer kamen auch noch die Schuhe, bzw. Füße dazu. Bei unserem letzten Tankstop auf Höhe Karlsruhe entschieden wir uns, weitere zwei Stunden im Regen zu verbringen, so das wir gegen 18 Uhr bei Bensheim kurz vor Darmstadt die Abfahrt nehmen konnten und uns ein Hotel suchten. Hier konnten wir uns etwas aufwärmen, bekamen eine gute Mahlzeit und genug Flüssigkeit diesmal auch von innen. Nebenbei bemerkt haben normale Hotelzimmer keine ausreichenden Trockenmöglichkeiten für zwei Motorradmonturen mit Gepäck dabei. Vor der Energiewende war dieser Teil einfacher, da konnte man noch fragen, ob man die Sachen in den Heizungsraum hängen kann. Der ist heutzutage aber ja auch nicht wärmer als andere Räume. Am letzten Tag unserer Heimreise fuhren wir noch bis kurz hinter Frankfurt auf der Autobahn und entschieden dann aufgrund der besseren Wetterlage bei nur noch geringen Schauern und auch leicht steigenden Temperaturen für die weitere Fahrt Land- und Bundesstraßen vorzuziehen. So hatten wir dann wenigstens noch ein paar schön zu fahrende Straßen auf dem Weg Richtung Norden. Und so ging auch diese aufgrund der langen Etappen und für uns Norddeutsche extrem kurvigen Strecken anspruchsvolle Tour zuende.