Über Nacht hatte es geregnet und die Temperaturen waren deutlich gefallen. Genau das richtige Wetter um Rumänien Lebwohl zu sagen. Über Hateg ging es Richtung Resita. Anfangs eine anspruchslose Schnellstraße wurde es dann kurz vor Resita schon sehr kurvenreich und ab Resita bis zum Grenzübergang bei Bela Crkva kam richtig Freude auf. Eine kurvenreiche Serpentinenstrecke durch einen Nationalpark.
Nach dem Grenzübertritt nach Serbien fiel mir als erstes auf, wie sauber alles aussieht. Hatte ich das erwähnt, das in Rumänien so ziemlich jeder Parkplatz vollgemüllt ist? Und als nächstes die Fahrweise, in Serbien ist in Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h zulässig. Und das wurde gefahren, kein km mehr. Später im Süden sollte sich das noch ändern, vermutlich eine Sache der Mentalität. Und wo waren die Hunde? Hielten sich scheinbar auch an die politischen Grenzen. Was hatte ich zu den rumänischen Straßen gesagt, das sie glatt und gut zu fahren sind? Das war wohl eher in Relation dazu gemeint, das ich mit der Erwartung angereist war, lauter Schlaglöcher vorzufinden. In Serbien waren die Straßen wirklich gut. Da ich einen Mix aus Autobahn, Schnellstraße und Landstraßen beim Transit gefahren bin, würde ich behaupten, sie sind so gut wie in Deutschland, ne, da tue ich Deutschland unrecht. Bei uns sind viel mehr Baustellen und die Landstraßen weisen deutlich mehr Flickwerk auf. So gut wie die serbischen Straßen sind sie dann doch nicht.
Jedenfalls war nach drei ziemlich ereignislosen Stunden Transit endlich etwas Abwechslung in Sicht. Ich meine es ist das dinarische Gebirge, das seine ersten Ausläufer zeigt. Die letzten beiden Stunden in Serbien ging es in langgezogenen Kurven von einem Tal ins nächste. Immer nur kurze Stücke ohne Überholverbot, ansonsten immer durchgezogene Linie, aber das gilt doch wohl nur für PKW. Das war schon mal ganz nett.
Nach der Einreise nach Montenegro und kurz davor auch mussten noch ein paar kurze Tunnel durchquert werden und was danach kam, haute mich ja fast vom Sattel. Sowas von schroffe Felswände und eine Bergwelt. Wenn mir nicht so kalt gewesen wäre, hätte ich liebend gerne angehalten, um ein paar Fotos zu knipsen. Leider hatte es diesen Kälteeinbruch nicht nur in Rumänien gegeben. Auch hier in der Bergwelt von Montenegro machte es sich mit Temperaturen von maximal 10-12 Grad am Tag bemerkbar. Ich wollte nur noch in die nächste Unterkunft. Die fand ich dann kurz nach Rezaje im Motel Grand. Es verstand mich zwar keiner, aber es gab zum Ausklang des Abends einen schönen Burger und zwei kalte Bier von einem sehr engagierten und freundlichen Kellner oder war es der Inhaber?
Kommentare
Einen Kommentar schreiben