Tja, da hatte ich vermutet, das dieser Tag eher ereignislos verläuft, aber so kann man sich täuschen. Dazu gleich mehr. Die ursprünglich geplante Strecke über Umwege von Sighisoara über Turda ein bis zwei kleine Pässe nach Sibiu wurde vom Navi kleingerechnet auf direkte kurvige Straßen zwischen Sighisoara - Turda - Sibiu, damit ich in den Folgetagen einer Empfehlung von Alex from Romania folgen kann. Also heute eine eher anspruchslose Fahrt von Sighisoara nach Turda zur Salzmine.

Das war dann doch ein kleines Highlight. Was die Rumänen da in das ehemalige Salzbergwerk reingesetzt haben, ist schon eine Nummer für sich. Mehrere hundert Meter (so hat es sich jedenfalls angefühlt, ich recherchiere das nochmal) unter der Erde eine riesige Höhle mit einem See, auf dem man mit Boot fahren kann, so man sich eines ausleiht. Außerdem ein Riesenrad, das auch noch in Betrieb ist, man kann Minigolf spielen und noch ein paar andere kleine Gimmicks. Echt verrückt.

Nachdem ich mich dort zwei Stunden aufgehalten hatte ging es über ebenfalls recht anspruchslose Straßen weiter in Richtung Sibiu. Wobei anspruchslos meint, das ich kleinere Pässe mit nur 10-15 Minuten Fahrtzeit nicht mehr mitrechne. Was die Straßen angeht, steigt das Anspruchsniveau hier deutlich an. Gegen 17 Uhr in Sibiu eingetroffen mal eben wieder vor Ort bei booking reingeschaut, was es für Unterkunftsmöglichkeiten zentral in der Altstadt gibt. Hatte am Tag zuvor in Sighisoara ja auch recht gut funktioniert. Booking.com scheint für Rumänien eine gute Quelle zur Unterkunftssuche zu sein. Oh, etwas abgeschweift, also Suche nach Unterkunft in Sibiu ... doch nicht so einfach. Viele Unterkünfte, preislich aktzeptabel, auch in der Altstadt, aber keine mit Parkmöglichkeiten. Später konnte ich auch sehen wodran das liegt. Nach einiger Suche fand ich dann endlich doch eine Unterkunft mit öffentlichen Parkplatz an einer gut befahrenen Straße. Wenn mir das jemand vor der Tour gesagt hätte, das ich mein Moped mit weitgehend gutem Gewissen in Rumänien an die Straße stelle ..., naja, ich glaube , ich hätte meine Antwort gekannt. Auf jeden Fall hatte ich jetzt eine schicke Unterkunft im Hinterhof an einer viel befahrenen Straße. Absolut ruhig, sauber und die beste Unterkunft überhaupt bisher. Also schnell umziehen und ab in die Altstadt von Sibiu, wenn man schon mal da ist. 300 meter zur Altstadt, das ist schon Komfort. Dort habe ich es mal richtig krachen gelassen, lecker Steak mit zwei Bier für 16,- Euro, man gönnt sich ja sonst nichts. Beim vorherigen Bummel durch die Altstadt, übrigens sehr, sehr sehenswert, war mir eine Bühne aufgefallen. Dort wollte ich nach dem Essen noch mal hinschauen. Und das setzte dem Tag dann echt die Krone auf, das Motto hieß 100 pentru Romania, also 100 für Rumänien. Weiß jetzt nicht, ob die 100 für 100 Künstler steht, werde das zuhause mal recherchieren. Auf jeden Fall gab es Livemusik auf dem grossen Marktplatz vom feinsten. Verschiedene Richtungen, scheinbar alles bekannte Künstler, da um mich herum teilweise mitgesungen wurde. Ich war da nicht so textsicher, manchmal ist es auch gut, wenn man einfach mal die Fresse hält. Das war ein absolut gelungener Ausklang für diesen Abend. Und das mit den Unterkünften erklärte sich schon beim Bummel durch die Altstadt, da diverse Hotels und Pensionen direkt in der Altstadt liegen mit absolut gar keiner Parkmöglichkeit.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 2 plus 1.