Heute sollte es mit Ziel Italien durch die Dolomiten gehen und übermorgen mit dem letzten Tag der Tour noch ein paar schöne Alpenpässe unter die Räder genommen werden. Jedenfalls war das beim aufstehen so mein Gedanke. Bis mein Gastgeber mir sagte, das für den morgigen Tag anhaltender und ergiebiger Regen angesagt ist. Nach kurzem Gegencheck mit einer Wetterapp sah ich, da hat er leider recht. Also spontane Planänderung, bis Mittag noch ein Stück durchs Kärntener Land und dann Richtungsänderung gen Norden. Aufgrund eines kurz zuvor geschehenen Unfalls war die von mir gewählte Straße leider gesperrt. Aber mein Navi wusste Abhilfe. 20 Kilometer zurück und dann parallel zur Bundesstraße Richtung Norden. Komisch, ich hatte da auf der Karte nur noch einen Ort gesehen und keine Straße, die weiterführt. Gut, versuchen wir es einfach mal. Naja, eine dreiviertel Stunde später stand ich wieder an der gleichen Stelle und die Unfallstelle war passierbar. Und ich weiß jetzt, wo es in Kärnten einen Bahnhof für einen Autoreisezug gibt.
Die Fahrt führte mich dann über die Großglockner Hochalpenstrasse, wieder mal ein Panorama, das ich so zuhause nicht bekomme. Von da ab war es nur noch ein kurzer Sprung bis nach Deutschland, wo mich die ersten Regentropfen trafen und diese Tour ihren Ausklang fand.
Auch kleine Dinge können ihre Bedeutung haben. Es war das erste Mal diesen Morgen, das beim anziehen der Reißverschluß meiner Kleidung hakte. Ich dachte noch so, was soll das denn jetzt. Musste einige Minuten investieren, um ihn wieder gangbar zu bekommen. Und das zum Abschluß der Tour. Muß das jetzt noch sein? Ja, wer weiß, wenn ich einige Minuten früher dran gewesen wäre, vielleicht hätte der Treckerfahrer, der auf die Straße eingebogen ist, dann nicht den VW Tiguan übersehen, sondern einen deutschen Motorradfahrer. Manches ergibt rückblickend schon einen Sinn.
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