Bei frischen Temperaturen ging es der Adria entgegen, mal wieder. Direkt nach dem Frühstück eine schöne Serpentinenstrecke einmal den Berg hoch, oben kurz den Anblick geniessen, der sich einem bietet und dann geht es auch schon wieder abwärts zur Küstenstraße. Das ganze bei ziemlich starkem, böigem Wind, der später noch deutlich zulegen sollte. Dann bis Senj der Küstenstraße und damit dem Küstenverlauf folgen. Das sind doch mal schöne Ausblicke, links das strahlend blaue Meer, vor einem eine Kurve nach der anderen. Das scheinen auch viele andere Motorradfahrer so zu sehen, was für ein Aufkommen an Zweirädern, habe ich ja lange nicht mehr gesehen. In Senj geht es dann über eine Serpentinenstraße schnell in die Höhe und ein letztes Mal kann ich noch den Ausblick auf die Adria geniessen. Das ganze allerdings bei so starkem böigem Wind, das das Fahren kein wahres Vergnügen ist. Über eine kleine Bergstraße geht es dann zur E65 auf der merkbar der Urlaubsverkehr rollt. Ich schliesse mich da an bis zur Autobahn A1. Ich wollte doch keine Autobahn mehr fahren. Da hat wohl einer bei der Planung gepfuscht. Aber bevor ich da noch lange rumsuche, nehme ich die Autobahn für die nächsten 50 Kilometer um zügig die Entfernung nach Slowenien zu überbrücken.

Nach dem Grenzübertritt sehe ich das erste Mal die hügelige Landschaft Sloweniens.

 Darüber ist ja etwas mehr bekannt. Nach dem, was ich gehört habe, würde ich sagen, es stimmt. Wirkt ähnlich wie Österreich, Landschaft und Verkehr ähnlich, nur andere Schilder und Buchstaben. Die ersten Kilometer von Bosiljevo bis Novo Mesto machen richtig Spaß, entspanntes Fahren. Das erste Mal seit langem, das ich mich nicht auf den Straßenbelag konzentrieren muss, einfach mal laufen lassen. Dann ein kurzes Stück auf die Autobahn bis Trebnje und von dort bis Kamnik geht es fast nur noch von einem Ort in den nächsten. Ich hatte diese Route gewählt, um Ljubliana zu umgehen, nur wenn man von einem Ort in den nächsten fährt und nicht vorankommt, ist das auch nicht das Gelbe vom Ei.

 Dann geht es aber endlich über kurvige Serpentinenstrecken in die Berge. Über Solcava und Logarska Dolina geht es über enge Passstraßen und im Tal, wo rechts und links die Felswände aufragen weiter zum Nachbarn Österreich durch und entlang der Karawanken. Durch das Naturschutzgebiet Vellacher Kotschna über den Paulitschsattel komme ich dann nach Österreich. Ein tolles Panorama von dort oben, man hat einen Überblick über die ganze Bergwelt. Dann weiter Richtung Bad Eisenkappel über den Schaidasattel nach Zell-Pfarre mit wieder mal einer tollen Aussicht. Landschaftlich lässt das hier wenig zu wünschen übrig. Ich folge weiter der Straße über Ferlach nach Feistritz.

 Endlich mal wieder in einem zünftigem Gasthof einkehren war mein Wunsch. Nachdem ich in mehreren Ortschaften verschiedene Gasthäuser angefahren hatte und immer vor verschlossener Tür stand, es auch langsam recht frisch wurde, musste das bewährte booking wieder herhalten. Wieso sind denn an einem Samstag im September so viele Gasthöfe geschlossen? Hat sich mir nicht erschlossen. Also nochmal 20 Kilometer rauflegen und so fand ich dann endlich eine Unterkunft in Keutschach am See deutlich abseits meiner Route. Selbsterklärend, das auf dem Weg dorthin einige Gasthäuser am Wegesrand lagen, die sämtlich geöffnet erschienen. Leider hatte ich die Unterkunft schon im voraus bezahlt., daher durchhalten bis zum Ziel.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 4 plus 1.