Und heute ging es los, von Grosi zurück nach Alesd und dann die absolut empfehlenswerte Strecke nach Zalau, Kurven vom feinsten, glatter Asphalt, alles stimmig. Dann Richtung Baia Mare, das ich auf kleineren Straßen umging und endlich mal auch mit etwas gröberen Strassenverhältbissen Kontakt aufnehmen durfte. Das TomTom Navi erzählte zwar etwas von unbefestigten Straßen, davon war es aber dann doch noch weit entfernt. Ab Baia Sprie im Anschluß den Pasul Gutai unter die Räder genommen, herrlich viele Kurven, guter Asphalt und keine 200 Meter eine gerade Strecke, jederzeit wieder. Das werde ich wahrscheinlich noch öfter bei dieser Tour sagen. Das Tagesziel lag in Sapanta, dort wollte ich den fröhlichen Friedhof anschauen. Da ich allerdings schon um 14:00 Uhr dort war, ging es nach einer Pause dann weiter in Richtung Borsa. Nach einem kurzem Stop an einer kleinen, aber sehenswerten Holzkirche ging es über den Prislop Pass hinweg, auch hier glatter ebener Asphalt, wo sind sie denn nun, die ganzen Schlaglöcher von denen alle erzählen? Wie ich später erfahren habe, wurde der ursprünglich aus vielen Schlaglöchern bestehende Pass drei Monate zuvor komplett neu geteert. Zwei bis drei Ortschaften nach dem Prislop Pass landete ich in Botos, Camping und Pension zur deutschen Eiche. Der Besitzer Robert macht dem Namen alle Ehre, hier wird Gastfreundschaft groß geschrieben. Ein kühles Pils zum Feierabend und rumänische Krautwickel, was will man mehr? Ein gelungener Tag.

Was ich heute gelernt habe: 50 km/h innerhalb der Ortschaften scheint ein ungefährer Richtwert zu sein vermutlich bei Starkregen und Sichtweite von 20 Meter. Bei 70 km/h innerhalb der Ortschaften wird man ziemlich regelmäßig mit deutlich höherer Geschwindigkeit überholt. Das ist in Deutschland aber ja auch so, das man nur bei einem deutlichen Geschwindigkeitsunterschied zügig überholen soll. Wird in Rumänien nur etwas anders gehandhabt. Gilt scheinbar auch für 40-tonner. Das da mal außerhalb der Ortschaften bei 90 km/h der Blinker gesetzt wird um eine Kolonne aus PKW, Motorrad und 7,5-tonner zu überholen ist schon beeindruckend. Noch beeindruckender ist dann aber das in die Kolonne zwängen, weil der Gegenverkehr nicht ausreichend Berücksichtigung fand. Das gleiche innerhalb der nächsten Ortschaft habe ich mir dann lieber aus ganz weit zurückliegender Entfernung angeschaut.

Wofür ich heute dankbar bin: Das der entgegenkommende Opel Astra Fahrer, der spontan auf eine Tankstelle auf meiner Fahrbahnseite abbiegen wollte mich noch so rechtzeitig wahrgenommen hat, das mir noch genug Platz zur Verfügung stand, um an der Stoßstange seines Opels mit der berühmten Zeitungsdicke Abstand vorbei zu kommen.

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