Gute Vorbereitung ist der halbe Fahrspaß. Sobald ich genug angefixt war und festgestellt hatte, ja machbar, ging es los. Herkömmliche Karten bestellt, ja so welche aus Papier. Die nehme ich gerne zur Übersicht und Einschätzung der Entfernungen. Diesmal entschied ich mich für Karten von freytag & berndt im Maßstab 1:500.000. Geordert wurde die Karte für Rumänien, außerdem dann etwas später noch die Karten für Serbien/Montenegro und Slowenien/Kroatien/Bosnien-Herzegovina. Zusätzlich noch ein Reiseführer, wie schon so oft aus dem Michael Müller Verlag. An diesen Reiseführern gefallen mir die Details und die Ausführlichkeit der Beschreibungen mit vielen Tips zu Städten und Unterkünften.
Und was soll ich sagen, hätte ich das mit dem ausführlichen Reiseführer doch lieber gelassen, ein kleiner Reiseführer oder gar keiner hätten es doch auch getan. Nach erfolgter Lektüre stand für mich fest, die Karpaten muss ich einfach erfahren, stand ja vorher schon fest. Doch wenn man einmal in Rumänien ist, wieso dann nicht noch einen Abstecher zum Donaudelta? Und wenn man schon mal am schwarzen Meer ist, warum dann nicht noch einen Tag für Party einplanen? Und die Rückfahrt, wieder Autobahn über Ungarn? Das müsste doch auch über Serbien - Bosien Herzegovina - Kroatien funktionieren. Nachdem dann alles an neuen Überlegungen in die Routenplanung eingeflossen war, waren aus den zwei Wochen doch eher drei- bis dreieinhalb Wochen geworden. Ist ja mein Jahresurlaub, warum nicht? Machen lautet die Devise.
War nur unpassend, das ich dann im Juli noch einen Bericht zum überbordenden Tourismus in einigen Ländern sah. In einem Teil davon wurde über Montenegro berichtet, man nennt es auch die Perle an der Adria. Wird aktuell wohl gerade etwas zugebaut und verliert viel von seiner Ursprünglichkeit. So der Bericht. Wo liegt Montenegro überhaupt? Karte her ... Das ist ja südlich von Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Wenn man nun über Serbien statt direkt Richtung Norden eine kleine Richtungsänderung Richtung Süden vornehmen würde, dann ist man ja schon in Montenegro. Also wieder mal den Routenplaner angeschmissen, inzwischen war ich schon ziemlich fit bei der Anwendung. Und siehe da, mit drei bis vier zusätzlichen Tagen könnte man dort noch ein paar schöne Strecken unter die Räder nehmen. Ja, wenn man schon mal so nahe dran ist ...
Und so stand ich dann da, 8.500 km und vier Wochen mit Motorrad durch Rumänien und zurück über den Balkan vor mir. Ich weiß, für Fernreisende ist das alles Nahbereich, für mich ein Traum, den ich mir erfüllen wollte. Anfang September soll es endlich losgehen.

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