Kuressaare - Tallinn

Unsere Entscheidung vom Vorabend, statt der geplanten Übernachtung im Zelt ein Hotelzimmer als Unterkunft zu wählen, erwies sich als sehr gute Wahl. Während der Nacht regnete und stürmte es und auch während der Fahrt am Mittwoch begleitete uns der ein oder andere Schauer. Bevor wir jedoch endgültig die Insel verlassen, wollten wir uns vorher noch eins der Highlights hier anschauen, die Steilklippe im Norden, das Panga Cliff. Dort hielten wir uns noch einige Zeit auf und genossen die Aussicht auf die See und den wolkenverhangenen Himmel. Auf dem Weg zurück zur Fähre hatten wir unvorhergesehen noch das Glück auf eine kurvenreiche Strecke zu treffen, die wir gerne unter die Räder nahmen. Sowas gibt es hier in Estland also doch. Wieder zurück auf dem Festland ging es dann wie schon gewohnt ca. 60 Kilometer dem Straßenverlauf folgend bis zur nächsten Verbindungsstraße. Von da ab folgten wir kurzzeitig der Verbindungsstraße Richtung Tallinn, bevor wir auf eine alternative Route abbogen, die uns in Küstennähe auch wieder auf einer kurvenreichen Strecke nach Tallinn führte. Das dort gewählte Hotel in Nähe zur Altstadt war genau wie das von der letzten Übernachtung ohne vielfältig vorhandenes Servicepersonal, man durfte an einem Terminal selbst einchecken und sich die Zimmerkarte vom Automaten aushändigen lassen. Das Zimmer war allerdings überraschend groß, sehr leise und auch sehr modern eingerichtet, wie im übrigen das ganze Hotel. Da kann man auch mit dem Thema Self-Service gut umgehen, wenn dafür das Preis-Leistungsverhältnis dermaßen stimmig ist. Zum Abschluß des Tages noch ein Spaziergang in die Altstadt von Tallinn, die uns doch etwas überraschte. Waren wir von Riga eine sehenswerte Altstadt gewöhnt, überraschte Tallinn mit ganz anderen Dimensionen. Wenn wir dachten, jetzt haben wir alle Gassen gesehen, ging es um eine Kurve oder einen kleinen Anstieg Richtung Burg und es taten sich erneut einige Gassen auf, die wir noch erkunden mussten. Alles in allem wirklich sehenswert, der Zustand und auch die Atmosphäre hat uns hier sehr angesprochen. Das dafür der Service beim gewählten Lokal, von denen es hier naturgemäß unzählige gibt, eher wortkarg und ohne ein Lächeln ausfiel, konnte uns den Eindruck, den wir von der Altstadt, den vielen Gebäuden, Gassen und Läden hatten, nicht mehr nehmen.