Narwa - Madona

Diesen Morgen wurden wir deutlich früher wach als am Vortag, rückblickend fiel uns jetzt auf, wie gut gedämmt und ruhig und auch abgedunkelt das Zimmer in Tallinn in der Citybox war. Da strahlte unsere aktuelle Unterkunft doch einen deutlich rustikaleren Charme aus. Wir nutzten das als Vorteil für eine frühe Abfahrt zum nächsten Etappenziel. Wobei wir für heute kein konkretes Ziel hatten, da es auf der Route keine Städte mit sehenswerter Altstadt oder weitere Sehenswürdigkeiten gab, die uns angesprochen hätten. So nahmen wir nach den ersten 50 Kilometern Schnellstraße die Abzweigung Richtung Süden zum Peipussee, der in Europa der fünftgrösste See ist. Von Norden aus umrundeten wir ihn in Richtung Westen, bevor es uns auf der gewählten Route immer weiter ins Landesinnerere zog. Das wir den ganzen Vormittag bis in die frühen Nachmittagstunden immer wieder mit Schauern und Temperaturen bei 13-14 Grad fahren durften, wurde dabei teilweise durch die Streckenführung wettgemacht. Ja, wir hatten auch wieder Kurven dabei, ansonsten eben viel Natur und wenig Verkehr. Auf wechselnden Strassenoberflächen, von glattem Asphalt, Schlaglochstrecken in überschaubarem Umfang und Sandpisten, die teilweise vom Regen noch etwas aufgeweicht waren bewegten wir uns weiter auf unserer Route Richtung Landesmitte von Lettland. Estland hatten wir gegen Mittag schon verlassen, was man an der Landschaft, am Wetter oder am Straßenbelag allerdings nicht bemerkte. Gegen 15 Uhr waren wir schon am Ende der geplanten Route für den heutigen Tag, so das wir direkt in die Route für den nächsten Tag einstiegen und dieser noch 60 Kilometer bis nach Madona folgten. Hier suchten wir uns ein Hotel für die Nacht, hier kamen wir mit unserem Englisch wieder nicht weiter, dafür dieses Mal mit unserer deutschen Heimatsprache. Nach einem sehr leckeren Abendessen in einem gemütlichen Lokal liessen wir den Abend bei einem Spaziergang ausklingen.