Vilnius - Klaipeda
Nachdem wir uns am Vorabend die Altstadt von Vilnius angesehen hatten und im Anschluß einen Blick zurück auf die bisher gefahrene Tour geworfen hatten, trafen wir eine Entscheidung für die nächsten Tage. Wir lagen einige Tage vor dem am Rechner geplanten Zeitplan und es stand im Grunde nur noch eine kleine Tagestour aus. Da gleichzeitig aber auch die Sehnsucht nach zuhause grösser wurde, beschlossen wir den Heimweg und damit die Fahrt Richtung Fähre anzutreten. Also schnell online die Fähre von Donnerstag auf Montag Abend umgebucht und schon ging es morgens Richtung Klaipeda. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die zweitgrösste Stadt Litauens, Kaunas, wo wir bei einem zweistündigem Aufenthalt noch einen Bummel durch die Altstadt machten. Im Anschluß dann noch die zwei Stunden Fahrt bis zum Fährhafen, wo wir zügig einchecken konnten und nach einem Einkauf im Supermarkt zur Sicherung unserer Abendverpflegung die Zeit bis zum einfahren auf die Fähre absitzen konnten. Wie auf der Hinfahrt hatten wir als Fährgesellschaft wieder TT-Line gewählt. Auf der Hinfahrt war es die Robin Hood, die uns und andere Mitreisende sicher über die Ostsee transportierte. Der litauische Motorradfahrer, den wir auf der Hinfahrt kennenlernten, teilte uns dabei mit, das die Robin Hood wohl das Schiff mit dem schlechtesten Standard auf dieser Route sei. Ich bin mir sehr sicher, das er die Marco Polo, unser Schiff für die Rückreise, noch nicht kannte. Die Kantine, soweit man von Kantine sprechen kann, war etwa halb so groß wie auf der Hinreise, Qualität und Auswahl des Essens ebenso. Hier stand offensichtlich der Transportzweck im Vordergrund. Außer uns war noch ein weiterer Motorradfahrer, ca. drei Wohnmobile, und ca. 10 PKW an Bord. Ansonsten diente die Fähre überwiegend zum Transport von LKW und Aufliegern. Sehr zweckmäßig das Ganze und absolut nicht zu vergleichen mit dem, was beispielsweise auf den Fähren von den Niederlanden nach Großbritannien oder auch auf der Linie Puttgarden - Rodby als Standard vorgelebt wird. Der Zweck uns sicher nach Schweden zu transportieren erfüllte sie jedenfalls sehr gut. Von dort traten wir dann am nächsten Morgen den Heimweg Richtung Deutschland an. Der verlief ausschließlich über Autobahnen mit Unterbrechung durch die Fähre bei Rodby in Dänemark störungsfrei. Und so konnten wir am Abend wieder unter der eigenen Dusche stehen und einen ersten Rückblick auf die letzten Tage werfen.